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Von Indianern bis zur Leberwurst aus der Tube


Es ist so weit, das alljährliche Jederhundrennen. Ja ganz genau, jeder Hund!

Meine Mutter und ich kommen mit unserer Neun Jährigen Hündin auf das Renn Feld gelaufen und gehen ohne Vorurteile zu unserem Platz um uns zu setzen. Nachdem wir uns angemeldet haben, die Startnummer 175 erhielten und letztendlich darüber diskutierten ob unser Hund in die M oder L Klasse gehört, konnte es auch endlich los gehen. Wenn das mal so einfach gewesen wär. Es gab Klassen von XS bis XL. Wie es Gott wollte musste XS auch starten und es war wirklich lustig mit anzuschauen wie Hunde unter 20 cm, eine 80 Meter lange Strecke so schnell wie möglich, versuchen zu überwältigen. Durch die kleinen Stummel Beine flogen sie schon beinahe über die Rennstrecke. Das gute bei dem Rennen ist das alles erlaubt ist. Man darf mit Leckerlis und Spielzeug locken, den Namen des Hundes schreien, spezielle Töne von sich geben oder auch einfach nur vor dem Hund wegrennen. Es ist ziemlich witzig gewesen, die verschiedenen Vorgehensweisen der Hunde Besitzer zu beobachten. Es wurden Namen gerufen, Indianerlaute von sich gegeben oder auch anderweitig alles versucht, damit der Hund so schnell wie möglich in das Ziel gelangt. Als wir nach gefühlten 300 Hunden endlich mal dran waren, wollten wir unsere Taktik umsetzten.


  1. Schritt: Einen Vorgeschmack auf die heißgeliebte Lachscreme meiner Hündin geben.

  2. Schritt: So schnell wie möglich davon Rennen.

  3. Schritt: Mit einer schrillen Pfeife pfeifen.

  4. Schritt: In die Hände klatschen, gestört mit einem Spielzeug rum schleudern und laut den Namen brüllen und sich die Seele heraus schreien, sodass der Hund so schnell wie möglich läuft.


Genauso gestört wie man es sich vorstellt, war es auch. Wir haben alle Schritte nacheinander abgearbeitet. Doch meine Mutter baute lieber noch einen Schritt mit ein. 5. Schritt (überlegt genau ob ihr ihn einbauen wollt!): legt euch kurz vor dem Ziel, vor allen Zuschauern auf die Schnute.

Ohja. Meine Mutter dachte sie sei schon im Ziel, bemerkt aber das ich immer noch Renne, will sich umdrehen und weiter rennen und legt sich vor dem Fotografen direkt hin. In diesem Moment wollten wir beide einfach nur in den Boden versinken. Naja, meine Mutter hat es ja mehr oder weniger schon getan. Im Nachhinein ist der Gedanke echt witzig und wir können wenigstens behaupten dass wir vollen Körper Einsatz gezeigt haben, doch leider hat es nichts an der Geschwindigkeit unserer Hündin geändert. Im Gegenteil, sie wurde langsamer und bremste letztendlich ab. Als das Rennen vorbei war, begann die Sieger Ehrung. Und ich muss sagen, dass ich trotz der Aktion beim Rennen, echt erstaunt bin, welchen Platz wir besetzt haben. Wir haben den unglaublichen 2. Platz besetzt. WOW. Naja ... zwar von hinten aber ob man jetzt vorletzter sagt oder 2. von hinten, das nimmt sich nicht viel. Wir haben jetzt 5 Monate Zeit um unsere Hündin auf das nächste Rennen vorzubereiten, aber sind wir mal ehrlich, trotz des vorletzten Platzes, sind wir trotzdem stolz auf sie. Um nicht so ein Theatralisches Ende zu schreiben, schreib ich nochmal das Ende vom Tag. Meine Mutter und Ich kamen mit heftigem Sonnenbrand nach Hause und ich sitze mit einer fetten Erkältung im Bett. Fazit: Was für ein wundervoller Tag!

Dies ist ein Beitrag den ich 2015 geschrieben habe. Doch da es mein erster wirklich gelungener Beitrag war, wollte ich ihn gerne auf dieser Herzensseite nochmal posten. Ich hoffe du findest Ihn genauso gut wie ich und kannst gerne mal deine Gedanken in die Kommentare schreiben. Über ein Like freue ich mich sehr! Bis zum nächsten mal.

Frische Grüße von der Elbe,

Min Deern.




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