• Min Deern

10 Tipps um Plastik im Alltag zu vermeiden

Aktualisiert: Apr 23

Jährlich überfluten rund 10 Millionen Tonnen Plastikmüll die Weltmeere. Um die Vermüllung zu stoppen, müssen Politik, Industrie und Verbraucher an einem Strang ziehen. Denn herausgefischt werden kann das Plastik nicht mehr - so die Deutsche Umwelthilfe.

Wusstest du, dass das Meer inzwischen einer der dreckigsten Orte der Welt ist? Im Meer treiben Plastiktüten, Plastikflaschen, Strohhalme, Zahnbürsten, etc. herum. Unglaubliche Plastikmüll-Wellen werden an den Stränden angespült. Würden wir nichts dagegen tun, wird 2050 mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische.

Mehr als 663 Tierarten sind von der Müllkatastrophe direkt betroffen. Jedes Jahr sterben etwa eine Million Seevögel und hunderttausend Meeressäuger an der Vermüllung. Oft verwechseln sie Plastikteile mit Nahrung und verhungern dann mit vollem Magen. Wale, Delphine und Schildkröten verfangen sich etwa in Sixpack-Trägern und alten Fischernetzen und ertrinken qualvoll.

In der Nordsee wird der Plastikanteil an Meeresmüll auf 75 Prozent geschätzt

Wieviel Plastik benutzt du eigentlich im Alltag? Na - schlechtes Gewissen? Kein Problem, nachfolgend findest du 10 Tipps um ein wenig mehr im Alltag auf Plastikmüll zu verzichten. Natürlich ist dies nur eine Handvoll Tipps - dafür aber einfach umzusetzen. Ich kann nur von mir sagen, dass ich super mit diesen Alternativen klar komme.


1. Statt Zahnbürsten aus Plastik - Zahnbürsten aus Bambus

Viele Tiere verwechseln Zahnbürsten, Folien und anderen Müll mit Fischen und stopfen ihre Jungen damit voll. Selbst eine Zahnbürste aus Plastik braucht bis zu 500 Jahre im Meer, bis sie verrottet.

Wenn man bedenkt das empfohlen wird, alle drei Monaten die Zahnbürste zu wechseln, kann man leicht ausrechnen, wie viele Bürsten jedes Jahr auf dem Müll landen. Als Alternative zu Plastik-Zahnbürsten, gibt es eine Zahnbürste die aus dem Rohstoff Bambus entwickelt wurde. Am Ende der Nutzungsdauer könnte die Zahnbürste sogar einfach im Garten vergraben oder auf den Komposthaufen geworfen werden. Solche Zahnbürsten kann man mittlerweile schon in den meisten Größeren Supermärkten und Drogeriemärkten kaufen. Ich bin mit meiner total zufrieden und kann es nur jedem empfehlen!


2. Statt Duschgel - Duschseife

Duschgel aus Plastik? Brauchst du bei Duschseifen und Körperseifen nicht! Die meisten Duschgels enthalten Polyethylen. Nicht nur durch die Verpackungen, die mit Inhaltsresten in Gewässern landen verteilen die Partikel, sondern auch Restbestände der Kosmetikprodukte auf der Haut. Wer kurz vorm Schwimmen in offenen Gewässern Polyethylen-haltige Kosmetikprodukte genutzt hat, der verteilt das Mikroplastik im Wasser. Schätzungen zufolge sollen so jährlich bis zu 500 Tonnen Mikroplastik ins Meer gelangen. In der Regel braucht man nicht mehr als ein Stück Seife zum Duschen. Außerdem ist diese Variante auch deutlich Platzsparender. Wusstest du eigentlich, dass es mittlerweile sogar Haarseife gibt? Leider ist diese Variante eher für kürzere Haare geeignet ... Also alle meine Leser mit kurzen Haaren - Ihr wisst was Ihr zu tun habt! Nur mal so nebenbei - Duschpeelings bestehen meistens hauptsächlich aus Polyethylen und brauch daher kein Mensch. Verwende stattdessen lieber ein Peeling auf natürliche Basis.


3. Statt Strohhalme aus Plastik - Strohhalme aus Bambus, Glas oder Metall

Zur Zeit sind wiederverwertbare Strohhalme wohl das angesagteste überhaupt, denn sind wir mal ehrlich, Trinkhalme aus Plastik sind doch total unnötig. Milliarden Röhrchen landen täglich in der Tonne, und somit auch in der Umwelt, die Flüsse und Meere verschmutzen. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen von Halmen: aus Bambus, Glas, Metall, Papier, Apfelfasern und sogar essbaren. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile. Am besten sind natürlich Halme, die wiederverwendbar sind. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig auseinandersetzt, sieht man die Vielfalt an Alternativen, die sogar sehr preiswert sind.


4. Statt Plastiktüte lieber ein Netz, Tüten aus recyceltem Papier oder gar drauf verzichten

Letztens im Supermarkt in der Obst- und Gemüseabteilung: Neben mir eine Frau die ihre Bananen in eine Plastiktüte einpackt ... Ich glaube mir ist in diesem Moment alles aus dem Gesicht gefallen. Wie kann man bitte seine Bananen - die ohnehin schon durch die Schale eingepackt sind - noch zusätzlich in eine Plastiktüte stecken? Ich war wirklich kurz davor, die Dame auf diese Situation anzusprechen, jedoch habe ich es dann doch gelassen. Ich glaube vielen ist gar nicht bewusst wie unnötig diese Teile sind, denn das meiste Obst und auch Gemüse hat doch schon eine natürliche Verpackung! Klar kann ich verstehen, dass einige Sorten nun doch lieber eingepackt werden, jedoch gibt es heutzutage schon einige Alternativen. Zum Beispiel ein Mehrwegnetz (kann man sogar selbst ganz einfach häkeln und so kostengünstig erwerben) oder Tüten aus recyceltem Papier. Einige Supermarktketten bieten diese Tüten mittlerweile sogar schon an. Trotz allem können wir weiterhin nur hoffen, dass diese dünnen unnötigen Plastiktüten bald ganz abgeschafft werden.


5. Statt Eis im Becher - Eis in der Waffel

Simpler geht’s wohl kaum, statt das Eis in einem Becher zu bestellen, wählt man wohl doch lieber die Waffel. Dies kann wohl jeder umsetzen, denn so verursachst du gar keinen Müll!


6. Statt Wasserflaschen, nur eine Wasserflasche

Auch wenn wir in Deutschland das Pfand-System anwenden, entsteht haufenweise Plastikmüll. Viele lassen Ihre Wasserflaschen überall stehen und tragen somit zur Umweltverschmutzung bei. Als Alternative kaufe dir doch eine Mehrwegflasche in der du dann Leitungswasser füllst. Das Trinken von Leitungswasser erzeugt weniger als ein Prozent der Umweltbelastungen von Mineralwasser. Trinkwasser trinken: Ob gesprudelt oder nicht: Frisches Trinkwasser aus der Leitung kann in Deutschland nahezu ausnahmslos ohne Bedenken getrunken werden, laut dem Umweltbundesamt. Wenn dir das zu langweilig ist, kannst du dein Leitungswasser mit Zitronen, Orangen, Limetten, etc. auffrischen. Was lernen wir daraus? Gesund und umweltbewusst zu leben, kann so einfach sein.


7. Statt Luftballons - Lieber Seifenblasen

Das schlimmste für mich mit anzusehen ist, dass Luftballonsteigen bei Hochzeiten oder sonstigen Veranstaltungen. Was schön aussieht, ist aber eine ernstzunehmende Gefahr für die Weltmeere und ihre Bewohner. Letztendlich tritt bei den Ballons schließlich doch die Erdanziehungskraft ein. Dann landen sie in Wäldern oder nicht selten auch in den Ozeanen, in der sie eine ähnliche Umweltbelastung wie Plastik darstellen. Besonders für Tiere können die Überreste der Ballons lebensgefährlich werden. Beispielsweise Seevögel oder Meeresschildkröten verheddern sich oft in den Ballonschnüren und erleiden dadurch einen langsamen und qualvollen Tod. Außerdem halten Meerestiere die Ballonüberreste häufig für Nahrung. Die Ballonreste setzen sich dann im Verdauungstrakt fest und sorgen für ein Sättigungsgefühl. Dadurch nehmen die Tiere keine weitere Nahrung zu sich und sterben aus Mangel an wichtigen Nährstoffen. Eine gute Alternative für Ballons sind dann Seifenblasen. Sieht genauso schön aus und belastet die Umwelt nicht so schlimm wie Luftballons. Denn auch wenn die Hochzeit der schönste Tag im Leben sein sollte - nur an sich denken sollte man trotz allem nicht.


8. Statt Wattestäbchen aus Plastik - Wattestäbchen aus Bambus

Jeden Tag werden hunderte Millionen an Wattestäbchen verwendet. Oft nur wenige Sekunden. Dadurch entstehen Unmengen an Plastikmüll, der unsere Strände und Ozeane verschmutzt, und dort jahrhundertelang zurückbleibt. Als Alternative: Bambus-Wattestäbchen. Diese sind natürliche und kostengünstig und eine enorme Hilfe, um diese Plastikverschmutzung zu stoppen. Halte mal die Augen offen, einige Läden - vor allem Drogeriemärkte - führen nun schon diese Alternative in ihrem Sortiment.


9. Statt Kaugummis - Lieber eine Lutschpastille für frischen Atem

Weißt du eigentlich was sich genau in deinem Mund beim Kaugummi kauen befindet? Laut BUND besteht die Grundsubstanz des Kaugummis, zu einem Großteil aus Kunststoff. Und der wird aus Erdöl hergestellt, genauer gesagt aus Substanzen, aus denen unter anderem auch Gummihandschuhe hergestellt werden. Für Geschmack, Farbe und Konsistenz sorgen künstliche Aromen, Farbstoffe und Weichmacher. Dieser Schmutz kann nur mit hohem Aufwand und enormen Kosten wieder von den Straßen entfernt werden. Halten Tiere den Kaugummi für Futter, sind Verklebungen sowie Verstopfungen im Magen-Darm-Trakt möglich. Die Tiere könnten daran sterben. Also kaufe doch lieber Lutschpastillen - die sich ganz von alleine auflösen.


10. Bewusst einkaufen

Es ist heutzutage schwierig ganz auf Plastikmüll zu verzichten, da wir in den Supermärkten häufig keine andere Auswahl zur Verfügung gestellt bekommen. Jedoch ist es wichtig, nach Alternativen Ausschau zu halten. Es liegt an uns, zumindest zu versuchen, bewusst und umweltfreundlich einkaufen zu gehen. Tut der Umwelt den gefallen und denke über dein Kaufverhalten nach.

Du fragst dich mit Sicherheit, mensch Min Deren, was hast du eigentlich mit deinem Bambus. Bambus ist eine schnellwachsende Ressource, deshalb können jährlich größere Mengen gefällt werden, ohne den Bestand zu gefährden.

Diese Tipps und Tricks sind ausreichend recherchiert wurden und nur ein Bruchteil von dem was es überhaupt an Alternativen gibt. Wenn du dich nur ein wenig mit dem Thema beschäftigst- merkst du, was es für eine Vielfalt gibt. So viele Menschen haben sich schon mit dem Thema auseinandergesetzt und so detailliert darüber geforscht, dass es an uns liegt, mit ein paar kleinen Veränderungen, der Umwelt so viel Gutes zu tun. Denk drüber nach und trenne vor allem dein Müll gut. Hast du noch weitere Tipps? Schreibe sie mir doch gerne in die Kommentare.


Frische Grüße von der Elbe,

Min Deern.


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